Anders.

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von Christine Schardt

Kreuz, Tod, Leid, Ungerechtigkeit, Einsamkeit, Gewalt, Verachtung, Missbrauch; Diskriminierung, Vergewaltigung, Dessinteresse, Spott, Hohn, Zerstörung des Lebens, der Erde… In wessen Namen geschieht dies?

Im Namen des Vaters?
Im Namen des Sohnes?
Im Namen der Heiligen Geistkraft?
In unserem Namen… Amen?

ES GEHT ANDERS! so lautet das Motto der diesjährigen Fastenaktion. ES GEHT ANDERS! Geht es das wirklich? ANDERS und was hindert uns daran einfach anders zu handeln, damit es anders gehen kann? Was macht den Unterschied? Was ändert alles?

Die Menge macht´s? Die Mehrheit? Die Vielen? Oder zählen nicht mehr die Einzelnen, jede Person ganz konkret, kein Verstecken in der Masse. Wer forderte den Tod Jesu?

Wer war bei Jesus als er verhöhnt, gefoltert und hingerichtet wurde? Und Ich? Ich bin doch ohnmächtig, klein, unbedeutend. Wer hört mir schon zu?

Aber Paulus sagt uns: „gerade die schwächer scheinenden Glieder des Leibes sind unentbehrlich. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringsten Glied mehr Ehre zukommen ließ“ (1 Kor 12,22 ff)

Diese Perspektive ist der entscheidende Unterschied. Aus diesem Blickwinkel heraus wird alles ANDERS. Das verändert die Situation der Opfer, der Täter, der Mitwisser und beweist, jede Person, jede einzelne kann den Unterschied ausmachen. Jede trägt etwas bei entweder so oder anders.

Jesus Christus, auf der Seite der Opfer, dessen Schönheit entstellt, der seiner Würde beraubt, verspottet und verhöhnt und dessen Leib ans Kreuz geschlagen wurde. Öffne deine Arme weit, um unsere gequälte Welt zu umarmen, damit wir unseren Blick nicht abwenden, und uns deiner Gnade überlassen. Amen. (nach: Janet Morley)